Das CJD Hamburg sucht zum 01.02.2022 oder später eine:n
Bildungsreferent:in (19,5 Std. – perspektivisch ev. bis zu 29,25 Std.)
für den seit 2020 existierenden Schwerpunktbereich „perspek’tif:a – (extrem) rechte Einstellungen in
(post-) migrantischen Communities“ des Angebots „Kurswechsel – Distanzierungs- und
Ausstiegsarbeit Rechts“.
Neben (extrem) rechten Einstellungen, strukturellem und Alltagsrassismus in der
Mehrheitsgesellschaft gibt es (extrem) rechte Einstellungen und Bewegungen auch innerhalb
verschiedener migrantischer Communities in Deutschland. Sowohl die Wissenschaft als auch die
pädagogische Praxis haben sich bislang wenig mit diesem Themenbereich beschäftigt. In öffentlichen
Debatten zum Themenkomplex „Rechtsextremismus“ wurde und wird diesen Varianten (extrem)
rechter Einstellungen häufig wenig Beachtung geschenkt. Um ihnen jedoch langfristig konsequent
und pädagogisch entgegenzuwirken, entwickelt perspek’tif:a fortlaufend ein Distanzierungs- und
Ausstiegsarbeitskonzept (weiter). Hierzu gehören der Netzwerkauf- und -ausbau im vielfältigen
Sozialraum Hamburg, die Konzipierung von Informations- und pädagogischen Bildungsformaten
sowie der Aufbau von Beratungs- und Begleitungsangeboten für Menschen mit (extrem) rechten
Einstellungen und Migrationshintergrund sowie Fachkräften und Angehörigen. Die Stelle koordiniert
und organisiert den Gesamtprozess und vertritt das Projekt in der Öffentlichkeit.
Aufgaben:
– Koordination und Organisation des Projekts
– Auf- und Ausbau des Netzwerks, Gremienarbeit sowie Fachaustausche
– Konzipierung und Durchführung verschiedener Informations- und Bildungsformate für Akteure
des Sozialraums
– Konzeptionsweiterentwicklung und Durchführung von Prozess- und Fallberatungen für
Fachkräfte, Engagierte und Angehörige
– Konzeptionsweiterentwicklung und Durchführung von Einzelfallbegleitungen für Menschen mit
(extrem) rechten Einstellungen und Migrationshintergrund
– Öffentlichkeitsarbeit im On- und Offlinebereich
– Qualitätsmanagement
– Recherche von (extrem) rechten Strukturen und Diskursen
– Anwenden und Weiterentwickeln der QM-Instrumente, Controlling
– Stetige Weiterbildungen (Veranstaltungen und Fachliteratur)
Anforderungen:
– Abgeschlossenes Hochschul- oder Universitätsstudium der (Sozial-)Pädagogik / Sozialen Arbeit
oder abgeschlossenes Hochschul- oder Universitätsstudium der Sozial- / Geisteswissenschaften
mit pädagogischer Praxiserfahrung
– Ausgeprägtes selbstständiges und strukturiertes Arbeiten, hohes Verantwortungsbewusstsein
und Eigeninitiative
– Fähigkeit zu konzeptionellem und analytischem sowie strategischem Denken
– Kreativität und Spaß an der (Weiter-) Entwicklung eines Angebots
– Erfahrungen und didaktische Kenntnisse in der Konzeption und Durchführung von politischer
Bildungsarbeit
– Fachkenntnisse und Recherchewissen über (extrem) rechte Ideologien, Diskurse und Strukturen
(idealerweise Deutschlands und mindestens eines weiteren Landes) sowie gruppenbezogene
Menschenfeindlichkeit
– Fachkenntnisse und Auseinandersetzung mit den Themen Diskriminierung und Rassismus
– Kultur- und Gendersensibilität
– Kommunikationsstärke insbesondere im diversen Sozialraum; ausgeprägte Netzwerkkompetenz
– Sehr gute Kenntnisse in Deutsch und mindestens einer weiteren Sprache
Die Stelle ist aufgrund des Zuwendungsrechts zunächst bis Jahresende befristet, eine
Weiterbeschäftigung wird angestrebt und steht konkret in Aussicht. Die Vergütung erfolgt in AVR DD
10 – Anlehnung an TVöD 12 (Link zur Gehaltstabelle).
Wir freuen uns ausdrücklich über Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund, People of
Color, Juden und Jüdinnen, Rom*nja und Sinte*zza sowie Schwarzen Menschen.
Bewerbungen richten Sie bitte mit den üblichen Unterlagen bis zum 15.01.2022 an das CJD Hamburg,
Glockengießerwall 3, 20095 Hamburg / z.Hd. Silke Gary. Bitte beachten Sie, dass wir leider keine
Unterlagen zurücksenden können. Bewerben Sie sich daher bitte möglichst per E-Mail an:
info@kurswechsel-hamburg.de.
Weitere Informationen zum Angebot erfahren Sie unter www.perspektifa.de. Eine Aufstockung der
Stunden von 19,5 auf bis zu 29,25 Stunden ist u.U. nach einer mehrmonatigen Einarbeitungsphase
möglich.
Bei Fragen melden Sie sich gern unter: 040 / 211 118 1-26.

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