Policy Paper der BAG – immer jünger, immer früher?

Ein Policy Paper der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e.V. im Rahmen des Kooperationsverbunds dist[ex].

Die Zunahme (extrem) rechter Einstellungs- und Verhaltensweisen unter jungen Menschen stellt zivilgesellschaftliche Distanzierungs- und Ausstiegsberatungsstellen vor komplexe Herausforderungen. Die Praxis der Beratungsangebote, die sich unter dem Dach der Bundesarbeitsgemeinschaft Ausstieg zum Einstieg e.V. zusammengeschlossen haben, zeigt einen deutlichen Zuwachs dieser Zielgruppe in der Tertiärprävention. Immer häufiger wenden sich Schulen, Jugendämter oder Eltern mit Anliegen zu teils sehr jungen Adressat*innen an die Berater*innen. Im Spannungsfeld zwischen Einzelfallhilfe, struktureller Überlastung und unklaren Zuständigkeiten ergeben sich durch diese Entwicklungen pädagogische, institutionelle und methodische Herausforderung für das Feld der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit. Das Policy Paper stellt die Notwendigkeit neuer altersgerechter, niedrigschwelliger Methoden, klarer Kooperationsstrukturen und spezifischer Qualifikationsbedarfe im Umgang mit (extrem) rechten Personen, Kinderschutz, psychologischer Entwicklung und digitaler Pädagogik dar und formuliert daraus konkrete Handlungsbedarfe und politische Empfehlungen, um Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit nachhaltig zu stärken und adäquat auf die Bedürfnisse junger Menschen reagieren zu können.

Policy Paper der BAG – immer jünger, immer früher?