Türkischer (Ultra-) Nationalismus in Deutschland: Geschichte, Ideologie und pädagogische Interventionsmöglichkeiten

LI Felix-Dahn-Straße 3 und/oder Weidenstieg 29, Hamburg

Neben (extrem) rechten Einstellungen und Organisationen, strukturellem und Alltagsrassismus in der Mehrheitsgesellschaft gibt es rechte Einstellungen, Bewegungen und Gruppen auch in migrantischen Communities in Deutschland. Das bekannteste Beispiel sind die sogenannten „Grauen Wölfe“, eine türkisch-nationalistische Gruppe, deren Anhänger:innen unter anderem Morddrohungen und gezielte Körperverletzungen gegen türkische Oppositionelle in Deutschland vorgeworfen werden. Und Untersuchungen zu Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland deuten darauf hin, dass ein Migrationshintergrund keineswegs davor schützt, selbst etwa rassistische, sexistische oder homophobe Einstellungen zu vertreten. Auch an Schulen kommen diese Spielarten (extrem) rechten Denkens immer wieder zum Vorschein und können Lehrer:innen sowie Sozialarbeiter:nnen verunsichern sowie zu Konflikten in der Schülerschaft führen. Um türkisch-(extrem) rechter Agitation etwas entgegensetzen zu können, helfen Kenntnisse zu entsprechenden Netzwerken, Symbolen und Codes sowie insbesondere der zugrundeliegenden Ideologie. Dementsprechend möchte unser Workshop Wissen zu Geschichte und Gegenwart der extrem rechten „Grauen Wölfe“ in der Türkei und in Deutschland vermitteln sowie eine einführende Diskussion über ihre Ideologie, Narrative und Netzwerke führen. Da extrem rechte Ideologie und Einstellungen in türkischen Communities in Deutschland als ein Phänomen in der Mitte der Gesellschaft verankert sind, möchten wir uns dabei nicht nur auf die „Grauen Wölfe“ begrenzen, sondern auch auf weitere Formen eingehen. Ein gegenseitiger Erfahrungsaustauch und Wissensvermittlung auf […]