Katechon – Zur Wiederkehr der politischen Theologie in der Gegenwart Volker Weiß im Gespräch mit Jörg Pegelow
Katechon – Zur Wiederkehr der politischen Theologie in der Gegenwart
Volker Weiß im Gespräch mit Jörg Pegelow
- November, 19:00 – 21:00 Uhr
Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg, Hühnerposten 1
Anmeldung erforderlich: https://www.buecherhallen.de/zentralbibliothek-termin/katechon-25177/datum/20261119.html
Vom Tech-Milliardär Peter Thiel bis hin zu Alexander Dugin, dem ultranationalistischen Stichwortgeber Putins, neuerdings bemühen alle ein biblisches Motiv: den Katechon. Als geheimnisvolle Kraft kann er das Böse aufhalten, seine irdische Gestalt soll ausgerechnet Donald Trump sein. Über eine Figur der politischen Theologie, mit der alles begründet, aber nichts erklärt werden kann.
Wer ist der »Katechon«? Seit einiger Zeit verkünden rechte und religiöse Fundamentalisten, dass eine höhere Kraft den »falschen Verheißungen« des »Antichristen« entgegentrete. Diese Verlockungen gaukeln als Werte einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft den Menschen Sicherheit und Stabilität vor, während sie doch in Wahrheit nur Werke des Teufels sind. Mit dem Katechon als »Aufhalter« dieses Bösen wird nun eine theologische Figur in den Dienst genommen, um die Politik der extremen Rechten zu legitimieren. Spätestens, seit sich der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel als Verfechter dieses Gedankens zu erkennen gab, ist das biblische Motiv einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Der Essay geht den Spuren des »Katechon«-Motivs bis in die Schriften des deutschen Staatsrechtlers Carl Schmitt nach.
Nach einer Einführung durch Dr. Volker Weiß folgt ein Gespräch mit Jörg Pegelow, ehemaliger Pastor und Referent für Weltanschauungsfragen der Nordkirche. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, Fragen aus dem Publikum zu stellen.
Die Veranstaltung ist eine Kooperation von Hamburg vernetzt gegen Rechts, Kurswechsel und der Zentralbibliothek Hamburg.
Hinweis: Als Veranstaltende behalten wir uns vor, von unseren Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die (extrem) rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind, oder sich antisemitisch, rassistisch, völkisch, nationalistisch, verschwörungsideologisch oder anders menschenverachtend äußern, oder in der Vergangenheit geäußert haben, den Zutritt zu dieser Veranstaltung zu verwehren oder diese Personen auszuschließen.