• Frauen und Antifeminismus in der türkischen (extremen) Rechten – zwischen Diaspora und Staatstradition

    Haus 73 Schulterblatt 73, Hamburg

    (Extrem) rechte Bewegungen gelten im öffentlichen Diskurs häufig als Männerbünde. Diese Sichtweise greift jedoch zu kurz – insbesondere mit Blick auf die türkische (extreme) Rechte, die seit vielen Jahrzehnten auch in Deutschland präsent ist. Frauen spielen in diesen politischen Strömungen eine wichtige Rolle: Sie sind Trägerinnen nationalistischer Werte und Politiken, dienen als Symbole politischer Identität und sind zeitgleich Feindbild. Angefangen in den Gründungsmythen der „Grauen Wölfe“ über das kemalistische Ideal der „Republiksfrau“ bis hin zu aktuellen ultranationalistischen Darstellungen in sozialen Medien zeigt sich, dass Frauen eine zentrale Funktion einnehmen. Gleichzeitig sind Frauen aus Minderheiten, hier insbesondere Kurdinnen, Ziele sexueller und politisch motivierter Gewalt bis hin zur Tötung – in der Türkei ebenso wie in transnationalen Zusammenhängen. Dastan Jasim zeichnet in ihrem Vortrag die historischen Kontinuitäten der Rolle von Frauen und Antifeminismus in der türkischen (extremen) Rechten nach – vom späten Osmanischen Reich bis in die heutige deutsche Diaspora. Dabei beleuchtet sie Angriffe auf feministische Strukturen, politische Gewalt gegen Frauen und fragt nach der Rolle staatlicher Institutionen in Deutschland. Diese Erkenntnisse setzt sie in Verbindung zu transnationalen (extrem) rechten Netzwerken. Anschließend geht sie der Frage nach, warum diese Aspekte in Deutschland bislang wenig öffentliche und politische Aufmerksamkeit erhalten haben. Dastan Jasim ist […]

  • Pädagogischer Umgang mit Verschwörungserzählungen

    Sozialpädagogisches Fortbildungszentrum

    Mit Beginn der Corona-Pandemie nahm die Sichtbarkeit von Verschwörungsideologien, on- wie offline, deutlich zu. Seit Aufhebung der pandemiebedingten Einschränkungen finden zwar weniger große, öffentlich sichtbare Veranstaltungen wie Demonstrationen statt, doch Verschwörungsgläubige verbreiten ihre Ideologie nach wie vor im Familien- und Bekanntenkreis oder auf der Arbeit. Auch online finden sich Räume, in denen entsprechendes Gedankengut – oft verbunden mit (extrem) rechten Einstellungen – verbreitet wird. In der Folge können sich Problemlagen für pädagogische Fachkräfte in unterschiedlichen Bereichen ergeben – etwa an Schulen, in der Kinder- und Jugendarbeit oder in sozialen Beratungseinrichtungen. Mit unserem Workshop wollen wir Informationen zum Thema liefern und Handlungsmöglichkeiten aufzeigen. Dabei begrüßen wir, wenn eigene (anonymisierte) Beispiele aus der pädagogischen Praxis mitgebracht werden, um anhand dieser ins Gespräch zu kommen. Ziele • Wissen zum Themenkomplex Verschwörungsideologien erwerben bzw. vertiefen • pädagogische Interventionsmaßnahmen kennenlernen und anhand von Fallbeispielen diskutieren Themen • Merkmale von Verschwörungserzählungen • Beispiele für (extrem rechte) Verschwörungserzählungen • Hinwendungsmotive • Wann sollte reagiert werden? • pädagogische Handlungsstrategien • Möglichkeiten des Quellenchecks Zielgruppe Fach- und Führungskräfte der (Offenen) Kinder- und Jugendarbeit, Jugendsozialarbeit und der Sozialräumlichen Angebote der Jugendhilfe und Familienhilfe (SAJF) sowie Fach und Führungskräfte der Sozialen Arbeit und PTF Anmeldungen bitte hier: SPFZ Jahresprogramm 2026 Eine Veranstaltung […]

    60€
  • Vom Chat auf die Straße – pädagogische Antworten auf queerfeindliche Mobilisierungen von rechten Jugendlichen

    online

    📅 Datum: 08.10.2026 🕒 Uhrzeit: 18-20 Uhr 📍 Ort: Online 📝 Anmeldung: kurswechsel@cjd.de (Extrem) rechte wie z.B. queerfeindliche Einstellungen unter jungen Menschen werden sichtbarer. „Neue rechte Jugendgruppen“ organisieren sich gezielt online und mobilisierten in den letzten drei Jahren bundesweit gegen CSDs. Im viel beachteten Prozess gegen die „Letzte Verteidigungswelle“ wurden im Sommer 2026 acht Jugendliche und junge Erwachsene zu Jugendstrafen von anderthalb bis fünf Jahren Haft verurteilt. Die zur Tatzeit 14 bis 21 Jahre alten Angeklagten wurden wegen versuchten Mordes, Brandstiftung sowie Mitgliedschaft in oder Unterstützung einer terroristischen Vereinigung schuldig gesprochen. Ihre Motive: Rassismus und Queerfeindlichkeit. In einem gesellschaftlichen Klima, in dem heteronormative Rollenbilder als vermeintlich „natürliche Ordnung“ verteidigt werden und Transfeindlichkeit bis weit in die Mitte der Gesellschaft reicht, fehlt oft der klare Widerspruch. Für Soziale Arbeit und Schule wirft dies dringende Fragen auf: Wie reagieren wir souverän auf Diskriminierung im Klassenzimmer oder Jugendclub? Und wie begegnen wir Jugendlichen pädagogisch, bevor Radikalisierung in Gewalt mündet? Wir betrachten das Thema umfassend, beginnen mit einer Analyse der Anti-CSD-Aktivitäten (CeMAS) und schlagen dann die Brücke von der Primärprävention (z. B. durch Schulworkshops von SCHLAU) über die Sekundärprävention bis hin zur Tertiärprävention (Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit). Durch die enge Verzahnung der verschiedenen Hilfesysteme versuchen […]

  • Veranstaltung an der VHS-Hamburg: „Doch wie umgehen mit (extrem) rechten Äußerungen?“

    VHS-Zentrum Mitte Schanzenstraße 75, Hamburg, Hamburg, Deutschland

    (Extrem) rechte Kräfte reden darüber, wie Menschen, die nicht in ihre Ideologie passen, millionenfach abgeschoben werden sollen. Sie schmieden Pläne für die Zeit nach der Machtübernahme. Aber auch in der breiten Bevölkerung – bis hinein in die sogenannte Mitte der Gesellschaft – finden menschenverachtende Einstellungen weitere Verbreitung. Uns dem entgegenzustellen ist wichtig – doch wie? Wie gehe ich mit Menschen aus meinem privaten oder beruflichen Umfeld um, die sich menschenfeindlich äußern, die mit (extrem) rechten Organisationen sympathisieren oder gar deren Ideologien teilen? Woher kommen diese Einstellungen überhaupt und wann sollte ich etwas unternehmen? Dieser Workshop möchte informieren, Handlungsmöglichkeiten aufzeigen und Raum für Diskussion und Austausch geben. Wir werden uns dazu mit den folgenden Fragen beschäftigen: Was verstehen wir unter (extrem) rechten Weltbildern und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit? Warum vertreten Menschen so eine Ideologie? Was sind meine eigenen Werte und wofür möchte ich (ein)stehen? Wie kann ich mit Menschen sprechen, die (extrem) rechte Einstellungen vertreten? Und wie kann ich Irritationsmomente setzten? Triggerwarnung: In diesem Workshop werden zur Erläuterung und Bearbeitung des Themas teilweise (extrem) rechte Inhalte reproduziert. Die Veranstalter:innen sind sich dieser Problematik bewusst und werden alles dafür tun, dass sich die Teilnehmenden trotzdem alle sicher und wohl fühlen können. Wenn Sie Bedarf […]

  • Veranstaltung an der VHS-Hamburg: „Reichsbürger:innen, Souveränist:innen & Co. – Wie umgehen mit extrem rechten Verschwörungsideologien?“

    VHS-Zentrum Mitte Schanzenstraße 75, Hamburg, Hamburg, Deutschland

    Veranstaltung vom Kurswechsel-Schwerpunkt NAVI https://www.navi-hamburg.de/ Ob ein geplanter Staatsstreich oder Gewaltakte wie der (versuchte) Mord an Polizist:innen: Reichsbürger:innen und andere extrem rechte Verschwörungsgläubige rücken vor allem nach spektakulären Straftaten ins Blickfeld der Öffentlichkeit. Doch auch abseits solcher Ereignisse bergen ihre Ideologien Gefahren. Sowohl online als auch offline verbreiten sie ihre extremen Ansichten, bieten scheinbar einfache Erklärungen für komplexe Krisen und propagieren dabei gefährliche, oft antidemokratische Überzeugungen – von der Ablehnung staatlicher Autoritäten bis hin zu pseudowissenschaftlichen „Heilmethoden“. Was tun, wenn einem solche Einstellungen begegnen – egal ob in der Familie, im Freundeskreis, am Arbeitsplatz oder online? Wie kann man reagieren, wenn hitzige Diskussionen drohen? Wie, wenn Beziehungen zu zerbrechen scheinen? In diesem Workshop betrachten wir gemeinsam extrem rechten Verschwörungserzählungen, beleuchten mögliche Ursachen dieser Denkweisen und ihre gesellschaftliche Wirkung und entwickeln gemeinsam Strategien für den Umgang mit ihnen. Wir diskutieren: Was macht Reichsbürger:innen und ähnliche Bewegungen so gefährlich? Warum lassen sich Menschen von diesen Ideologien einnehmen? Und wie können wir darauf reagieren, ohne den Kontakt zu den Betroffenen vollständig zu verlieren? Der Workshop bietet Raum für Austausch, Diskussionen und praktische Handlungstipps. Triggerwarnung: In diesem Workshop werden zur Erläuterung und Bearbeitung des Themas teilweise (extrem) rechte Inhalte reproduziert. Die Veranstalter:innen sind sich […]

  • SHIFT-Veranstaltung – Formen rechter Online-Radikalisierung: Antisemitismus 2.0: Codes, Memes, Narrative im digitalen Raum

    online

    Antisemitismus im digitalen Raum zeigt sich in vielfältigen Formen und wird von unterschiedlichen Akteuren verbreitet. In rechtsextremen Kontexten sind antisemitische und zunehmend auch israelbezogene Narrative ein zentraler Bestandteil der Ideologie. Der Input beleuchtet aktuelle Erscheinungsformen, Codes, Memes und Narrative sowie die Rolle digitaler Plattformlogiken bei ihrer Verbreitung und Normalisierung. Dabei wird insbesondere betrachtet, wie Israel als Chiffre und Projektionsfläche in rechtsextremer Kommunikation genutzt wird. Nach einem Input einer Referent*in von democ, wird es die Möglichkeit zum gemeinsamen Austausch geben. in Kooperation mit      ANMELDUNG PER MAIL AN: shift@cjd.de Zugangsdaten werden vor der Veranstaltung per E-Mail verschickt