Der Fachtag der BAG Ausstieg zum Einstieg widmet sich dem Thema Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit vor dem Hintergrund sich neuformierender Täter*innentypen rechter Gewalt. In der zivilgesellschaftlichen wie auch in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung fordert dieser Befund von Praktiker*innen neue Ansätze und die Entwicklung einer passgenauen Strategie zum Umgang mit extrem rechten Handlungen und Einstellungen. Der Keynote-Vortrag von Hendrik Puls wird sich kritisch mit dem Begriff der sogenannten Einzeltäter*innen auseinandersetzen und unter anderem die soziale Einbettung extrem rechter Taten und Täter*innentypen diskutieren. Verschiedene Workshopformate von Praktiker*innen der Ausstiegs- und Distanzierungsarbeit laden dazu ein, beispielsweise über Möglichkeiten des Zugangs und der Ansprache von nicht- intrinsisch motivierten Personen in der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit ins Gespräch zu kommen. Außerdem soll über Strategien im Umgang mit extrem rechter Ideologie, psychischen Erkrankungen oder Gewaltfantasien diskutiert werden. Natürlich bleiben dabei Fragen zur Betroffenenperspektive und gesellschaftlicher Verantwortung nicht unbeleuchtet. Kurswechsel wird an zwei Workshops beteiligt sein zu den Themen psychische Erkrankungen und (extrem) rechte Einstellungen in (post)migrantischen Communities. Im Oktober werden wir das Programm und weitere Informationen zum Fachtag sowie den Link zur Veranstaltung zur Verfügung stellen. Wir freuen uns schon jetzt auf viele Interessierte und einen angeregten Austausch! Anmeldungen sind bereits ab sofort über anmeldung@bag-ausstieg.de möglich.
Kalender von Veranstaltungen
|
Montag
|
Dienstag
|
Mittwoch
|
Donnerstag
|
Freitag
|
Samstag
|
Sonntag
|
|---|---|---|---|---|---|---|
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
1 Veranstaltung,
-
|
1 Veranstaltung,
-
Der Kooperationsverbund „Verantwortung übernehmen im Norden“ wurde vor 20 Jahren ins Leben gerufen und setzt sich in Fachtagungen regelmäßig mit den Themen Rechtsextremismus und Demokratiestärkung auseinander. In drei Impulsvorträgen werden Andreas Speit, Lan Böhm und Karolin Schwarz unterschiedliche Aspekte und Herausforderungen der Rechtsextremismusprävention vorstellen. In acht parallel stattfindenden Austauschforen haben die Teilnehmenden anschließend Gelegenheit, verschiedene Bereiche zu vertiefen und zu reflektieren. Der Nordverbund Ausstieg Rechts, dessen Mitglied Kurswechsel ist, wird im Forum Pädagogische Online-Praxis in der Distanzierungs- und Ausstiegszusammenarbeit Rechts neue Anspracheformen und pädagogischen Umgang mit (extrem) rechten Menschen thematisieren – in der Zeit der Corona-Pandemie ist diese Notwendigkeit noch deutlicher zutage getreten: Der Nordverbund Ausstieg Rechts gibt Einblicke in neue Konzepte wie die Online-Beratung und bietet einen Diskussionsraum für pädagogische Maßnahmen im Online-Sozialraum. Im Abschlussvortrag wird Dr. Mark Terkessidis Perspektiven und Handlungsoptionen für die Weiterentwicklung der Rechtsextremismusprävention aufzeigen. Die Tagung richtet sich an Fachkräfte der Präventionsarbeit aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Polizei, an Vertreterinnen und Vertreter kommunaler Präventionsräte und Partnerschaften für Demokratie sowie weiteren Projekten aus den Bundesprogrammen „Demokratie leben!“ und „Zusammenhalt durch Teilhabe“, an Personen aus der Wissenschaft, den Gewerkschaften und Verbänden sowie andere Interessierte. Der Fachtag findet im Rahmen der seit 2000 regelmäßig veranstalteten Reihe des Kooperationsverbundes „Verantwortung übernehmen im Norden – Projekte und Programme gegen Rechtsextremismus und Gewalt“ statt. |
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
1 Veranstaltung,
In den letzten Jahren hat die bundesweite Diskussion über Antisemitismus an Aktualität und Relevanz gewonnen – insbesondere durch eine Reihe antisemitischer Vorfälle. Dazu müssen Schule und Unterricht eine angemessene inhaltliche und pädagogische Antwort finden. Auf der Tagung sollen unterschiedliche inhaltliche Perspektiven berücksichtigt werden. Dazu gehören die Perspektive Geschichte (u. a. Geschichte des Antisemitismus), die Perspektive Politik (u. a. Fragen von Minderheiten und Mehrheiten) und die Perspektive Religion (u. a. Judentum als gelebte Religion kennenlernen). Neben dem Eröffnungspodium und der Podiumsdiskussion werden Workshops mit vielfältigen und konkreten Praxisbezügen zur Auswahl angeboten. Kurswechsel bietet den Workshop Hetz mal nicht! Praktischer Workshop zum Umgang und zum Counter Speech von rechter Hetze und Antisemitismus an. Nicht nur bekennend extrem Rechte benutzen Sprache, Bilder, Symbole und Handlungen, um andere Menschen abzuwerten und gegen diese zu hetzen. Aber ab wann greift das Strafrecht und wie urteilen Gerichte? Und was ist mit der von (extrem) rechter Seite so häufig angeführten Meinungsfreiheit? In diesem Workshop vermitteln wir rechtliches Grundwissen und diskutieren eigene Handlungsmöglichkeiten. Es handelt sich um eine gemeinsame Konferenz für Lehrkräfte und Multiplikatoren, in Kooperation mit dem Georg-Eckert-Institut für Internationale Schulbuchforschung (GEI), der Arbeitsgemeinschaft zur deutsch-jüdischen Geschichte im Verband der Geschichtslehrer Deutschland e. V. und dem Fachverband […] |
0 Veranstaltungen,
|
|
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
1 Veranstaltung,
-
Verschwörungserzählungen existieren schon mehrere Jahrhunderte. Doch mit dem Beginn der Coronapandemie ist ein Anstieg an Informations- und Beratungsbedarf zum Thema Verschwörungserzählungen in verschiedenen Handlungsfeldern zu verzeichnen. Beratungsangebote und Expertise bieten v.a. Einrichtungen im Feld der Rechtsextremismusprävention an. Die Problemlagen, welche sich aus verschwörungsideologischen Einstellungen heraus ergeben, betreffen verschiedene gesellschaftliche Kontexte wie Schule, Kita, Familie, Betriebe oder die Soziale Arbeit. Für die Fachkräfte ergeben sich neue Herausforderungen: Wie können Rat- und Informationssuchende, aber auch Distanzierungswillige, oder Betroffene angesprochen werden? Über welche Kanäle und wie können individuelle Beratungs- und Unterstützungsbedarfe gedeckt werden? Welche fachliche Unterstützung brauchen Institutionen/Fachkräfte, um mit dem Themenfeld Verschwörungserzählungen adäquat umzugehen? Welche professionelle Rolle nehme ich ein? Auf dem Fachtag sollen zum einen Expert*innen aus dem Feld der Beratung zu Verschwörungserzählungen zu Wort kommen, sowie Expert*innen aus Bereichen, wie der Familienberatung, Schule, Offene Kinder- und Jugendarbeit, Kirche oder Selbsthilfe. Letzter haben in der Pandemie vielfältige Erfahrungen gesammelt und passende Lösungswege gefunden zum Umgang mit Verschwörungserzählungen haben. Mithilfe der unterschiedlichen Praxiserfahrungen wollen wir folgende Fragen diskutieren: Welche multiprofessionellen Strukturen, Lösungsansätze, Konzepte und Netzwerke haben sich daraus ergeben und bewährt und welche Bedarfe gilt es zu decken, welche Ressourcen brauchen wir dafür? Welche Einschätzungen gibt es zum zukünftigen Bedarf im Themenfeld Verschwörungserzählungen? Wie können unsere Strukturen darauf entsprechend reagieren? Weitere Informationen zu Programm und Referierenden finden Sie unter dem Link. Kurswechsel wird sich mit einem Workshop […] |
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
1 Veranstaltung,
-
(Extrem) rechte Ideologien in migrantischen Communities: Wie kann interveniert werden? Ein Austausch
(Extrem) rechte Ideologien in migrantischen Communities: Wie kann interveniert werden? Ein Austausch
Viele pädagogische Fachkräfte sind verunsichert, wenn Jugendliche mit Migrationshintergrund andere aufgrund ihrer (vermeintlichen) Herkunft oder Religion diskriminieren oder Symbole von nationalistischen Gruppierungen verbreiten. Teilweise speist sich diese Verunsicherung aus fehlendem Detailwissen über Konflikte und politische Bewegungen aus den Herkunftsländern der Schüler:innen (oder deren Eltern und Großeltern). Darüber hinaus bestehen mitunter aber auch Bedenken in Hinblick auf das richtige Vorgehen: Lassen sich Methoden und Interventionen zu mehrheitsdeutschem Rechtsextremismus, zu Menschenrechten und Diversity einfach adaptieren oder müssen besondere Fallstricke beachtet werden? Verstärkt es nicht Stigmatisierungen, wenn ich bestimmte Nationalismen zum Thema mache und als Problem behandele? Unser Workshop möchte Impulse geben und einen Raum schaffen, in dem die eigene Haltung reflektiert und Ideen zu Interventionsmöglichkeiten gegen nicht-mehrheitsdeutsche Formen (extrem) rechten Denkens ausgetauscht werden können. Dabei greifen wir einerseits Vorschläge auf, die in der (bisher recht überschaubaren) Literatur zu Türkischem Ultranationalismus entwickelt wurden, andererseits bringen wir unsere Erfahrung aus der Distanzierungs- und Ausstiegsarbeit mit (mehrheits-) deutschen Menschen mit (extrem) rechten Einstellungen ein. Die Expert*innen für die pädagogische Praxis sind jedoch Sie! Dementsprechend werden Gruppenarbeiten und der gemeinsame Austausch zu (Ihren) konkreten Fällen einen Großteil des Nachmittags einnehmen. Ergänzt wird dies durch kurze Inputs zu Formen nicht-mehrheitsdeutscher (extrem) rechter Weltbilder und Vorschläge für pädagogische […] |
1 Veranstaltung,
-
Neben (extrem) rechten Einstellungen und Organisationen, strukturellem und Alltagsrassismus in der Mehrheitsgesellschaft gibt es rechte Einstellungen, Bewegungen und Gruppen auch in migrantischen Communities in Deutschland. Das bekannteste Beispiel sind die sogenannten „Grauen Wölfe“, eine türkisch-nationalistische Gruppe, deren Anhänger:innen unter anderem Morddrohungen und gezielte Körperverletzungen gegen türkische Oppositionelle in Deutschland vorgeworfen werden. Und Untersuchungen zu Formen Gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Deutschland deuten darauf hin, dass ein Migrationshintergrund keineswegs davor schützt, selbst etwa rassistische, sexistische oder homophobe Einstellungen zu vertreten. Auch an Schulen kommen diese Spielarten (extrem) rechten Denkens immer wieder zum Vorschein und können Lehrer:innen sowie Sozialarbeiter:nnen verunsichern sowie zu Konflikten in der Schülerschaft führen. Um türkisch-(extrem) rechter Agitation etwas entgegensetzen zu können, helfen Kenntnisse zu entsprechenden Netzwerken, Symbolen und Codes sowie insbesondere der zugrundeliegenden Ideologie. Dementsprechend möchte unser Workshop Wissen zu Geschichte und Gegenwart der extrem rechten „Grauen Wölfe“ in der Türkei und in Deutschland vermitteln sowie eine einführende Diskussion über ihre Ideologie, Narrative und Netzwerke führen. Da extrem rechte Ideologie und Einstellungen in türkischen Communities in Deutschland als ein Phänomen in der Mitte der Gesellschaft verankert sind, möchten wir uns dabei nicht nur auf die „Grauen Wölfe“ begrenzen, sondern auch auf weitere Formen eingehen. Ein gegenseitiger Erfahrungsaustauch und Wissensvermittlung auf […] |
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|
0 Veranstaltungen,
|